Projekte
der Evangelischen Dekanatsjugend
Bad Neustadt an der Saale
Projekte
haben wir schon immer gerne durchgeführt, auch wenn wir am Anfang meistens
nicht wussten, wie sie enden würden.
Doch - wir haben immer viel Glück gehabt und es hat immer geklappt.
Damit
Ihr euch einen Überblick verschaffen könnt, was wir so alles gemacht
haben,
haben wir in unseren Akten- und Bilderkisten gekramt und doch
-
wir staunten selbst - eine Menge dabei raus geholt.
(die Bilder folgen in Kürze!)
Hier ein Überblick:
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Wann
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Was
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Wer
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Link
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1991
- 1993 |
Straßenkinderprojekt ANELC in Argentinien. Das ist übrigens das einzige Projekt gewesen, dass nur aus Geldtransfer bestand, bei allen anderen waren wir selbst vor Ort |
Evangelische
Jugend Bad Neustadt
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1994
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Ukraine Kiew |
Evangelische
Jugend Bad Neustadt
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1995
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Ukraine Tscherkassy |
Evangelische
Jugend Bad Neustadt
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1996
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Ukraine Schlangendorf |
Evangelische
Jugend Bad Neustadt
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1997
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Ukraine Schlangendorf |
Evangelische
Jugend Bad Neustadt
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1998
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Kreative P A U S E, aber hier haben wir in Finnland das Labyrinth ausgegraben |
Evangelische
Jugend Bad Neustadt
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1998
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Labyrinthvorbereitung - und das ohne Räume und beginn des USA Projektes auf Kirchenkreisebene |
Evangelische
Jugend Bad Neustadt
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1999
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1999 Im Frühjahr - Labyrinth bauen, bauen und noch bauen |
Evangelische
Jugend Bad Neustadt
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April
1999 |
Das Laby ist fertig und steht in München |
Evangelische
Jugend Bad Neustadt
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Sommer
1999 |
Der KKK fliegt in die USA |
Evangelische
Jugend Bad Neustadt
KKK |
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2000
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SONDAYS
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KKK
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Sommer
2001
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Jugendlichen aus den USA kommen 14 Tage zu Besuch |
Evangelische
Jugend Bad Neustadt
KKK |
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2002
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7
Nächte an 7 Orten
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KKK
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2002 |
Wir fliegen in die USA II | EJ-NES und EJ Unterfranken | |
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2003 |
Jugendlichen aus den USA kommen 14 Tage zu Besuch | EJ-NES und EJ Unterfranken | |
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2007 |
3 Tage Zeit für Helden | BJR, KJR, EJ-NES | |
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2008 |
Projekt GPS mit Ostheim und Irmelshausen | mit dem Amt für evang. Jugendarbeit | |
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Aktionen und
Projekt gibt es laufend und immer wieder, vor allem in den
Kirchengemeinden und bei den regionalen Konfitagen. Im Moment
planen wir für die Grabfeldgemeinden ein Spezialwochenende für die
Konfirmierten 2010.
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Straßenkinder in Argentinien haben es nicht leicht. Das erzählte uns Rebecca Krauss immer wieder. Sie hat mit ihrer Familie einige Jahre in Argentinien gelebt und hat die Bilder und Erlebnisse der Kinder nie vergessen, obwohl sie bei ihrem ersten Aufenthalt selber noch ein Kind war. Als Jugendliche hat sie sich im LK engagiert und sich für ANELC stark gemacht. Irgendwann hatte sie den Konvent soweit und ANELC wurde auch unser Projekt. Super war, dass sie dann ihr notwendiges Praxisjahr für das Theologiestudium in Argentinien machte. So hatten wir einen direkten Draht zu ihr. Zumindest manchmal, denn zu diesem Zeitpunkt kannten nur wenige das Internet und auch wir hackten unsere Buchstaben noch auf der Schreibmaschine. Auf den Gemeindefesten versuchten wir durch Schuhputzaktionen, das ist die Haupteinnahmequelle der Straßenkinder, Geld für ANELC zu sammeln. Es kam etliches zusammen und wir hofften sehr, das unser Beitrag ein wenig Licht gebracht hat.
1993 haben wir
dann nach einem neuem Projekt Ausschau gehalten
Unternehmen Begegnung - Ukraine
Zur Geschichte:
1992 begann ich mit dem Kreisjugendring Bad
Kissingen und den Friedensfrauen Münnerstadt mich für Tschernobylkinder
einzusetzen. Erst nur von Deutschland aus. 1993 flog und fuhr ich zweimal
hin. Und da war es um mich geschehen. Mit vielen Bildern und Eindrücken
habe ich immer vom dem Schicksal der Kinder erzählt, aber auch von dem
Land, das im Grunde sehr schön ist. Doch an allen Ecken und Ende sieht
man die Not. Es fehlte ja an den einfachsten Dingen. Mein vieles Erzählen
hatte Erfolg. Der Konvent beschloss am 26. Februar 1994, dass das unser nächstes
Projekt werden sollte. Das Projekt "Unternehmen Begegnung" war geboren.
Und plötzlich ging es so schnell, das wir noch im gleichen Sommer unsere
erste Fahrt machten. Drei weitere sollten folgen.
Unsere Ziele:
1994 Kiew
1995 Tscherkassy
1996 Schlangendorf
1997 Schlangendorf
Was war uns wichtig - und was wollten wir erreichen:
· Wir wollten einen persönlichen Kontakt
zu jüngeren und Gleichaltrigen bekommen
· Helfen, mit den Mitteln, die wir aufbringen konnten
· Von den Menschen persönlich erfahren, was sie bewegt und beschäftigt.
· Lernen, dass Sprachgrenzen überwindbar sind
· Unserem Auftrag ein Stück näher kommen
· Zeichen setzten - und Begegnung erleben
· Mal auf was verzichten können.
· Erfahrungen sammeln und dann auch weitergeben
· Ein Land kennen lernen, das meistens nur durch Negativschlagzeilen
in der Presse bekannt geworden ist
[wir haben auch viel positives erlebt!]
Bei allen Fahrten war uns daran gelegen:
· unabhängig zu sein
· eigenständig zu bleiben
· nicht käuflich werden (wir haben NIE geschmiert)
· so viel tricksen wie nötig, aber nicht mehr
· keine Gefahren einzugehen
· Gemeinschaft zu erleben
· helfen vor Ort - mit Produkten, Zeit und Geld
· alles selber zu sammeln, zu packen, zu listen
· zusammen zu halten
· Freunde zu finden und Kontakte zu pflegen
Wir organisierten alles selber:
· die Fahrzeuge
· die Zollpapiere
· die Fahrer
· die Packkisten
· die Anhänger
· die Spenden
· die Fahrt und die Fahrtkosten
a uch da hat jeder seinen Teil gezahlt.
Wir überzeugten alle, die uns mit einer Sach- oder Geldspende halfen, das alles 100% in der Ukraine ankommt. Ebenso haben wir keine Gelder für Leihgebühren ausgegeben und konnten uns immer wieder auf Unternehmen verlassen, die uns ihre Fahrzeuge zu Verfügung stellten. Dieses Vertrauen hat uns echt geholfen.
Die Fahrten waren anstrengend, lang und nicht ohne:
· Man lernte im Sitzen schlafen
· Beim Fahren essen und Dosen im Fenster wärmen
· Überall aufs Klo, bzw. hintern Busch oder untern LKW zu gehen
· Zahnputzen ohne Wasser
· Geduld an den Grenzen und auf der Straße zu haben.
· Ab Ukraine langsam zu fahren - Schlaglöcher!
· Mit Händen und Füßen sprechen
· Kyrillische Buchstaben entziffern - ich kann heute noch einige
· Mitten auf der Straße tanken
· Kolonne fahren
· Funkgeräte verstecken und dann zu merken, das sie eh' nicht
gehen
· Auf Duschen verzichten
· Und zu improvisieren
In der Ukraine war immer in Kiew die Wohnung von Angelina unsere erste Station. Ausstrecken, ein Klo und vor allem eine Dusche, absolut tolles Essen, mal ein Sofa und ein weicher Teppich zum hinlegen, das verwöhnte uns bei den Fahrten 2 - 4. Nur bei der ersten Fahrt blieben wir in Kiew, und waren dort in einem Internat für herzkranke Kinder untergebracht. Ab der zweiten Fahrt war es wieder Angelina, die uns von nun an begleitete, und uns in vielen Dingen half. Nur sie konnte sich mit einem Polizisten anlegen und ihn solange bearbeiten, dass wir mit einem strengen "Dwai" vom Acker machen konnten. So haben wir die eine oder andere Verkehrsübertretung glimpflich überstanden. Am Ende stand nämlich der Polizist stramm und wir konnten weiter. Von uns hätte sich das niemand gewagt, auch nicht Ella oder Daniel, die unsere Dolmetscher waren.
Die beiden letzten Male waren für uns wohl am interessantesten. Hier waren wir in der kleinen evangelischen Gemeinde Schlangendorf zu Gast, in der noch heute Menschen mit deutschen Vorfahren leben und - die auch heute noch Deutsch sprechen. Wir hatten plötzlich 2500 km von Deutschland entfernt fast keine Verständigungsschwierigkeiten. Wahnsinn - denn wir hörten ein Deutsch, wie es vor 200 Jahren üblich war - ein Sprachmuseum live. Dabei hörte man auch noch, aus welcher Ecke Deutschland die Vorfahren stammten. Hier haben wir Landleben kennen gelernt und konnten ein bisschen erahnen, wie schwer und hart dieses Leben ist und wie es früher auch bei uns üblich war. Oder wer führt hier noch eine Kuh an der Leine zur Weide?
Verständlich, dass viele aus dem Dorf den Weg in die "Heimat" gehen wollen, denn von der Vorhut wurde ihnen nur das positive erzählt. Und viele sind schon gegangen. Man kann ihnen nur wünschen, das sie hier ein Stück Heimat finden und nicht nur auf Ablehnung stoßen. Wir haben nie Ablehnung erfahren. Doch wissen wir auch, dass Deutschland für viele nie die Heimat werden kann, denn vielen zerplatzt ihr Traum spätestens beim ersten Amtsbesuch.
Die Ukraine schwirrt noch durch viele Köpfe - ich glaube ja immer noch - dass wir 1998 nicht das letzte Mal dort waren, sondern nur eine längere Pause eingelegt haben. Mal sehn, wann wir uns wieder auf den Weg machen.
Bei allen Anstrengungen - keiner hat's bereut und es hat sich 100% gelohnt.
Kampagne:
Mitten drin und doch daneben - Jugend ändert Kirche
Einen einfachen Weg zu
gehen, nein - das ist nicht unsere Art.
Wenn wir etwas angebrütet haben, dann brüten
wir's auch aus. So auch das Labyrinth.
Nach vier Jahren Hilfstransporten
gönnten wir uns eine Erholungs-freizeit in Finnland.
Doch bei so viel Zeit - irgendwas fällt
einem dabei immer ein. Uns ist da das Labyrinth eingefallen.
Eigentlich sollte es
ganz einfach werden. Viereckig mit ein paar Schautafeln - aber dann hatte
einer oder eine die Idee:
Wie wär's mit dem Kugelkreuz?! Es ist schon
ein bisschen verrückt, aber warum nicht ein Kugelkreuz.
Auf kleinen Zetteln entstanden
die ersten Enwürfe und kaum waren wir zurück in Deutschland, da
kam schon der Prototyp mit Christoph.
Und er war es auch, der das ganze Teil plante,
berechnete, kalkulierte und sich ganz viel Arbeit gemacht hat.
Beim Konvent im Oktober
1998 stand schon das Rohgerüst - genial
- und es war so groß, dass es nicht in dem Hof der Kirchen -gemeinde
Ostheim passte.
8 x 14 m - für unsere Verhältnisse GIGANTISCH.
Das motivierte und wir
bastelten bis zur letzten Minute an dem Teil rum. Für den kreativen Teil
war Nina Zoll zuständig.
Ihr hatten wir es zu verdanken, dass wir in 10 Tagen ein 10000 Teile Puzzle
puzzeln mussten.
Das Motiv war so anregend, man kann es nicht beschreiben.
Die letzten Teile verstauten Otzen, Steffi und
Dolph (Thomas Ortlepp, Stefanie und Michael Rudolphi)
in einer Nacht und Nebelaktion ins Bild.
Dolph sorgte während
der Semesterferien und oft auch aus der Ferne, dass wir bei "Stockungen"
nicht stecken blieben.
Sein Rückenwind war echt der Renner.
Mit von der Bau- und Bastel-Partie waren außerdem:
Florian Schreoder, Nina Burkart (bei ihr wurden alle Bretter geschliffen),
Anke Himmel, Heiko Stühler, Tim, Elke Reiss,
Christian Funk,
Sebastian Schleicher, Bernadette Müller, Tassilo Fenske,
Waldemar Näb, Frank Grohmann, Steffi Rudolphi,
Tanja Kelz und Natalie Büttner.
USA - Wir wollen übern Teich...
Kaum dass das Labyrinth
überstanden war, standen wir schon am Flughafen.
Thomas, Christian, Maresa und Anke plus 36 Teilnehmer aus dem Kirchenkreis
flogen in die USA.
Diesmal ging es einen
neuen Weg.
Die Jugend hat vorrang und losging's.
Geplant wurde das Ganze schon 1998,
vielleicht sogar noch früher,
aber 1999 ging es richtig los.
Einige von uns flogen
das erste Mal,
andere waren schon öfters mit dem Flieger unterwegs.
Ziel war die Upper Southquehenna Synod im Bundesstaat Pennsylvania. Dort waren wir eine Woche in Familien und familienähnlichen Verhältnissen untergebracht und lernten so das amerikanische Leben in seiner ganzen Vielfältigkeit kennen. Vor allem das Auto - es wurde überall gefahren - selbst auf Campingplätzen. Deutschland ist hier (zum Glück?) noch etwas rückständig - wir benutzen hier meist noch Räder. Aber nach dem ja so viel über den großen Teich kommt, kommt vielleicht auch das. Spaß beiseite - Es war wirklich interessant und ich denke wir können verstehen, was "American way of life" bedeutet. Und wir wissen, die Menschen in den USA haben es nicht immer leicht - sondern müssen - wie jedes Volk mit den Besonderheiten ihres Landes leben. Doch die Gastfreundschaft wurde ganz groß geschrieben und es haben sich viele Freundschaften gebildet, die noch heute gepflegt werden - mit Briefen und Besuchen. Auch hier ist die persönliche Begegnung der Motor gewesen.
Auf einen Besuch folgt der Gegenbesuch. 2001 kamen unsere "Amis" zu uns. Auch sie lebten in der ersten Woche in Familien und kamen danach zur einer gemeinsamen Campwoche nach Oberwildflecken. Die EJ - NES zeigte wieder einmal, was sie alles kann. Programm, Verpflegung etc. alles klappte echt gut und wir waren total froh, das alles reibungslos ging. Im Gegensatz zu uns 1999, vermisste von den Gästen der eine oder andere sein Auto!!! Alles zu Fuß - war für mache etwas ungewöhnlich. Jetzt soll es 2003 und 2004 wieder weiter gehen. Mal sehen, was wir dann mit unserer West-West Partnerschaft erleben.